Mittwoch, 1. September 2010

Springer Tugs - eine Vorstellung

Irgendwann haben wir auf einer Segelregatta gedacht, daß wir vielleicht mal ein "Rettungsboot" bräuchten, mit dem man havarierte Schiffe wieder ans Ufer holen könnte. Auf der folgenden Suche im Netz bin ich in den USA auf das sogenannte "Springer Tug" gestoßen. (Tug ist eigentlich der engl. Begriff für Schlepper) Der Name Springer  bezieht sich auf den Designer der ursprünglichen Idee. Es sollte ein preisgünstiges, leicht zu bauendes Modell sein, mit dem man verschiedene Ideen verwirklichen konnte. In Deutschland würde man sowas am ehesten als "Schubschiff" bezeichnen. Es ist unglaublich, welche weltweite Resonanz der ursprüngliche Forenbeitrag in dem amerikanischen Forum ausgelöst hat. Stand Oktober 2010 sind es 545 vollgeschriebene Seiten und tausende Bilder.


So ungefähr sehen die Vorbilder der Springer Tugs aus.
Die Idee der Entwickler war, einen sehr einfachen, standarisierten Rumpf zu haben, auf dem dann jeder seine individuellen Decksaufbauten bauen kann. Die Baupläne findet man überall kostenlos im Netz. HIER z.B. die eingedeutschte Version von mir.

Irgendwann kam ein Modellbootsclub auf die Idee, "Wasserpolo" mit den Booten zu spielen. Also Fussball mit Springer-Booten.

Die andere Idee ist es, unmotorisierte große Schiffe oder Pontons auf Zeit durch einen Parcours (Hafen) zu bugsieren. Also Schluss mit dem ziellosen hin- und her schippern auf dem Modellteich!

Ich fand die Idee klasse und wollte gleich losbauen. Ich erzählte Modellbaukollege Torsten Hill davon, der die Idee gleich noch etwas weiter entwickelte und schnell einen einfach zu erstellenden Holzbausatz zeichnete, der mittels einem zur Verfügung stehenden Lasercutter schnell als Kleinserie hergestellt werden konnte. Die daraus entstehende Kleinserie mit verschiedenen Aufbauvarianten war schnell vergriffen.

Leider konnten wir den Laser nicht unentwegt nutzen und irgendwann endete diese Möglichkeit auch. Allerdings wurden in dieser Zeit einige dieser Boote innerhalb Deutschland und nach England, Schottland, USA und sogar nach Australien verschifft.

Einen Baubericht von meinem eigenen Springer Tug gibt es HIER.

Kommentare:

  1. Sag mal, hast du die Datei noch nach der gelasert wurde ? Ich wüsste da evtl. jemanden der dir die Springers lasern könnte ...

    VG, Holger

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  2. Hallo Holger,

    die Dateien stehen leider nicht mehr zur Verfügung. Tut mir leid. Ich habe da etwas im Kopf, was ich mal angehen möchte, wenn es die Zeit erlaubt. Aber kommt Zeit - kommt Info. ;-)

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